Dienstag, 16. Februar 2021

Rundungen bei New York Beautys

 


Hallo zusammen,
als ich das erste Mal NYBs genäht habe,
hatte ich solche Angst vor den Rundungen,
dass ich sie  bei meinem **ersten NYB-Quilt** lieber per Hand genäht habe.
Bei meinem ** zweiten NYB Quilt*** habe ich mich dann endlich getraut.
Ich hoffe, das mein Tutorial dazu beiträgt,
es für dich einfacher zu machen.

Bitte lies dir die Anleitung zunächst einmal ganz durch,
bevor du anfängst.

Ich gehe davon aus,
dass du mit der Paper Piecing Technik vertraut bist.

Kostenlose NYB Vorlagen findest du zB bei **Ula Lenz**


Zunächst werden alle Vorlagen-Teile mit Nahtzugabe (NZ) ausgeschnitten.
Die NZ an den Außenkanten habe ich hier rot markiert,
dazu später noch mehr .

Alle  Papierteile, die nicht gepatcht werden,
sondern aus nur einem Stoff bestehen
kannst du gleich auf die linke Seite des Stoffes mit Stecknadeln feststecken.
Ich lasse gerne außen großzügig mehr Stoff dran,
als die NZ vorgibt.
So habe ich später genug Spielraum, wenn der fertige Block zugeschnitten wird.


Die einzelnen Stoffstücke für die gepatchten Teile
schneide ich ebenfalls großzügig zu.
Es ist sehr ärgerlich,
wenn du erst nach dem Nähen feststellst, 
das das Stoffstück zu klein war.

Der obere Teil des NYB besteht in den Vorlagen aus 2 Teilen,
die du zusammen nähen mußt.
(im Foto oben der dunkel blaue Teil)
Wenn du diese beiden Papierteile zusammen geklebt hast,
entfällt dieser Schritt.


Wenn alle Teilabschnitte der Vorlage genäht sind,
schneide am Papier die NZ der Außenkanten ab.
(Rote Pfeile und die rotmarkierten NZ im 2. Foto)

Das kannst du natürlich auch schon vor dem Nähen machen,
dann aber nicht vergessen, 
eine entsprechend großzügige NZ am Stoff dran zu lassen!

Nun markierst du auf der linken Stoffseite 
an den Außenkanten mit Linien, wo die Vorlage endet
und wie viel NZ vorhanden sein soll


Die Pfeile zeigen dir, 
wo die Markierungen sein und wie sie aussehen sollten.
(Alle Markierungen müssen auf der linken Stoffseite sein!)

Erst dann solltest du das Papier entfernen.

Nun brauchst du noch ein paar Hilfsmarkierungen,
die es dir erleichtern,
die runden Teile passend aneinander zu nähen.

Durch falten der Stoffteile bekommst du die mittlere Markierung.
Lege dabei die Markierungen der Außenkanten genau auf einander.
Beim zusammen genähten dunkel blauen Teil 
ist die Naht schon die mittlere Markierung.



Dann brauchst du noch eine weitere Markierung rechts,
genau zwischen der Mitte und dem Ende (Außenkante).
Dafür faltest du das Stoffstück so,
dass die markierte Außenlinie genau auf die Mittelmarkierung  liegt.
(Roter Pfeil)
Wenn du den Stoff an der zu markierenden Stelle 
(grüner Pfeil) zusammenkneifst, 
kannst du beim Auseinanderfalten gut sehen,
wo die Markierung eingezeichnet werden soll.
Nun markiere ebenso die linke Seite.


Hier siehst du, an welchen Stellen der Stoff markiert wurde.

Diese Markierungen machst du auf allen einzelnen Stoffteilen,
die du genäht hast.


Ich steche dazu mit Stecknadeln genau durch die Außenkantenmarkierung.
So liegen die Stoffe exakt übereinander.
(zB oben beim schwarzen Pfeil.)


Manchmal liegt die zu markierende Stelle genau an einer Spitze.
(oranger Pfeil)
Dann orientiere dich an der Naht und nicht an der NZ.


So sollten die Einzelteile aussehen,
wenn du alle notwendigen Markierungen angezeichnet hast.

Nun geht es ans Zusammennähen.

Beginne mit der kleinsten Rundung.
Da sie am schwierigsten ist,
hast du so nur eine kleine Stoffmenge zu bewältigen.
 Es wird mit jeder Rundung etwas leichter zu nähen,
weil die Krümmungen der Rundungen sich strecken und flacher werden

Stecke die die Teile mit Nadeln zusammen.


Am besten beginnst du in der Mitte.
die Markierungen müssen dann genau aufeinander liegen.


Dann legst du die Außenmarkierungen
genau übereinander und steckst sie fest.
(roter Pfeil)


Das machst du auf beiden Seiten.


Achte darauf, dass die Stoffkanten der NZ bündig liegen
und  auch die überschüssigen Stoffkanten sauber abschließen.
(rote Pfeile)


Stecke die Nadeln so, dass du später beim Nähen 
die Spitzen auf der Oberseite sehen kannst,
sie also oben liegen.


So kannst du dich beim Nähen an den Nahtspitzen orientieren 
und vermeiden, dass die Spitzen "abgeschnitten" werden.


Nun steckst du das nächste Teilstück fest.


Auch hier sollen die Spitzen wieder auf der Oberseite liegen.


Gehe beim Stecken wieder von der Mitte aus



und achte wie vorher auf den bündigen Kantenabschluß. 
(beim roten Pfeil ist es noch nicht bündig,
beim grünen Pfeil schon.)



Vergewissere dich, dass auf der Unterseite 
der Stoff nicht umgeschlagen ist, 
wenn du das gesteckte Stoffstück unter die Maschine schiebst!


Auf diese Weise nähst du ein Teil an das nächste,
von kleinem nach großem Teilstück.


Beim Nähen bügele ich nicht.
Ich falze nur die Teile mit dem Fingernagel auseinander.
So verziehen sich die Teile nicht.


Bei größeren Rundungen kannst du auch mehr Nadeln stecken.


Fange trotzdem in der Mitte an, 
dann an den Außenkanten,
dann an der Viertelmarkierung
und erst dann noch in den Zwischenräumen.


Lass dich nicht irritieren,
wenn die Außenkanten unregelmäßig erscheinen.
Solange du dich an die Markierungen hallst,
wird alles zusammen passen.



 Erst wenn alle Teile zusammengenäht sind,


wird der Block gebügelt.



Nun kannst du ihn auf die richtigen Maße schneiden.
Achte auch hier noch einmal auf die Größe der erforderlichen NZ.
Die mittlere Naht im dunkel blauen Teil hier in meinem Block,
ist eine gute Orientierungshilfe beim Zuschneiden.

Ich hoffe mein Tutorial ist hilfreich
und ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.